Elektrochemotherapie

Was ist Elektrochemotherapie?

Bei der Elektrochemotherapie wird die Verabreichung eines niedrig dosierten Chemotherapeutikums mit einem direkt in den Tumor applizierten elektrischen Puls (Elektroporation) kombiniert. Das niedrig dosierte Chemotherapeutikum wäre normalerweise nicht effektiv in der Tumorbehandlung, da es die Zellmembran der Zellen kaum durchdringen kann. Wenn jedoch der elektrische Puls appliziert wird bilden sich Poren in dieser Zellmembran, wodurch das Medikament in die Zellen eindringen und wirksam werden kann.

Da das Chemotherapeutikum vor allem in Tumorzellen wirksam ist, wird das gesunde Gewebe kaum beeinträchtigt.

Die Elektrochemotherapie wurde durch die Fachgesellschaften in die Leitlinien zur Behandlung des Melanoms, des Mammakarzinoms, des Plattenepithelkarzinoms sowie des Merkelzellkarzinoms aufgenommen.

Welche Tumore können behandelt werden?

Die Elektrochemotherapie wird genutzt, um folgende Tumorarten zu behandeln, wenn sie sich in der Haut oder unterhalb der Hautoberfläche verbreitet (metastasiert) haben:

  • Alle Hauttumore (sowohl Melanom als auch nicht- Melanom Hauttumore)
  • Rezidive des Brustkrebs
  • Kopf- Hals- Malignome inklusive Tumore der Mundhöhle

Die Elektrochemotherapie hat den Vorteil im Vergleich zu anderen Therapien gesundes Gewebe zu schonen. Sie kann ebenfalls dazu genutzt werden große Tumore zu verkleinern, um eine anschließende chirurgische Entfernung zu ermöglichen. Falls Sie für einen solchen Eingriff in Frage kommen wird Ihr Arzt im MVZ Dermatologisches Zentrum Bonn Sie zu dieser Möglichkeit beraten.
Alles Wissenswerte entnehmen Sie bitte dem hier verlinkten Flyer.