Optische Kohaerenztomographie

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Die Optische Kohaerenztomographie (englisch optical coherence tomography, OCT) ist ein Untersuchungsverfahren, bei dem Licht geringer Kohärenzlänge mit Hilfe eines Interferometers zur Entfernungsmessung streuender Materialien eingesetzt wird.

Das Untersuchungsobjekt wird punktweise abgetastet. Hierbei werden Laserstrahlen des sichtbaren und infraroten Bereichs benutzt, um oberflächliche Gewebe schichtweise zu vermessen. Damit lassen sich dreidimensionale Querschnitte von dünnen Schichten darstellen. Eine relativ große Eindringtiefe, von bis zu 2 mm, bei gleichzeitig hoher Auflösung, macht diese technische Methode zu einer sehr effektiven Untersuchungsmöglichkeit.

Die Optische Kohaerenztomographie (OCT) ermöglicht eine hochauflösende Darstellung der Haut. An Tiefenschnitten von mehreren Millimetern Länge und einer Eindringtiefe des Lichtsignals bis in die mittlere Dermais, können architektonische Details, ohne operativen Eingriff, sofort beurteilt und im Verlauf beobachtet werden.

Mit der aktuellen technischen Konfiguration eignet sich die Optische Kohaerenztomographie (OCT) zur verbesserten nicht-invasiven Diagnostik von aktinischen Keratosen, Basalzellkarzinomen und Plattenepithelkarzinomen der Haut. Dabei können die oberflächennahen Anteile eines Hauttumors ohne Operation direkt am Patienten mit fast histologischer Auflösung dargestellt werden. Besonders sinnvoll ist diese „narbenfreie Diagnostik“, wenn ein nicht-invasives Therapieverfahren eingesetzt werden soll, dessen Erfolg dann auch im Verlauf mit der konfokalen Lasermikroskopie überwacht werden kann. Biopsien können so vermieden werden. Darüber hinaus ermöglicht die OCT die Abgrenzung von aktinischen Keratosen zu bereits invasiven Plattenepithelkarzinomen. Sie kann auch vor einer Operation von Basalzellkarzinomen zur vorherigen exakten Festlegung der Tumorgrenzen in der Haut (Schnittrandkontrolle) verwendet werden. Hierdurch können häufig erforderliche Nachexzisionen vermieden werden.

Wir bieten Ihnen im Dermatologischen Zentrum Bonn mit der optischen Kohärenztomografie (OCT), als Ergänzung zur konfokalen Laserscan-Mikroskopie, ein weiteres HighTech-Verfahren zur sofortigen, nicht-invasiven Diagnostik der Haut an. Vorzüge dieses Verfahrens sind, dass es nicht-invasiv, für den Patienten schmerzfrei und „in vivo“ (am lebenden Gewebe) anwendbar ist. Daten und Befunde werden in Echtzeit geliefert. Ein Vorteil gegenüber der Histologie ist, dass eine nicht-invasiv Verlaufsbeurteilung erfolgen kann und so ein Therapiemonitoring ohne invasive Probebiopsien möglich wird.